Aderlass nach Hildegard von Bingen

Herzinfarkt und Schlaganfall zählen zu den häufigsten Todesursachen in unserer Zeit. Sowohl das eine als auch das andere Ereignis tritt oft durch einen Gefäßverschluss ein. Diesem geht in der Regel eine jahrzehntelange, schleichende Sklerotisierung (Verkalkung) mit mehr oder weniger problematischen Durchblutungsstörungen voraus. Bei zunehmendem Mond nimmt der Saft in den Bäumen und Pflanzen sowie das Blut im Menschen zu. Hingegen nimmt bei abnehmendem Mond der Saft bei den Pflanzen und Bäumen und das Blut bei Mensch und Tier ab.

 

Bei Hildegard steht:
“Er (der Mensch) soll aber bei abnehmendem Monde zur Ader gelassen werden, also am ersten Tag, wenn der Mond anfängt abzunehmen, oder am zweiten, dritten, vierten, fünften oder sechten Tage, und dann nicht mehr, weil ein früherer oder späterer Aderlaß nicht soviel Nutzen bringen wird. Nicht aderlassen soll man bei zunehmendem Mond, weil solcher Aderlaß schädlich ist, da jetzt die mit dem Blut vermischte faulige Flüssigkeit sich nicht leicht von ihm scheiden kann. Bei wachsendem (zunehmendem) Mond strömt nämlich das Blut und die zersetzte Flüssigkeit gleichzeitig wie in gegenseitig richtiger Menge im Menschen und lassen sich nicht leicht voneinander trennen. Es ist so wie bei einem Strom, der, mit mäßiger Geschwindigkeit in seinem Bette fließend, diese seine Art beibehält. Nimmt aber der Mond ab, dann fängt das Blut mehr an, aufgeregt zu werden und sein Bett zu verlassen, läßt auch zuviel faulige Flüssigkeit ausfließen, wie es bei einer großen Überschwemmung der Fall ist, die das Verfaulte in ihr sichtbar macht und den Schaum aus sich auswirft.”

 

Was bringt ein regelmäßiger Aderlass?

  • beseitigt schädliche, verderbliche und krankmachende Stoffe im Blut
  • verhindert die Entstehung von Krankheiten die Verkalkung der Gefäße die Bildung schlechter Blutwerte
  • ermindert zu hohen Blutdruck, Emboliegefahr (Thrombose), Risikofaktoren
  • regt das Immunsystem und den Kreislauf an
  • erhöht die Lebenserwartung, die Vitalität und Leistungsfähigkeit und die Gesamtdurchblutung
  • bewirkt Bluterneuerung und vermehrt das Gesundheitspotential

 

Darüber hinaus kann er als zusätzliche Therapieform bei Bluthochdruck, Herzbeschwerden, Depressionen, Leber- und Milzleiden, bei Atembeschwerden, Sehschwäche, Durchblutungsstörungen, Kopfleiden eingesetzt werden.

 

Wann?

  • zwischen 1. und 6. Tag nach Vollmond

Wem?

  • Mann oder Frau ab 30. Lebensjahr

Wie?

  • nüchtern

Wie oft?

  • bis zum 50. Lebensjahr  2 x jährlich
  • ab 50. Lebensjahr 1 x jährlich

Wie lang?

  • Mann bis 80. Lebensjahr Frauen bis 100. Lebensjahr

Wie viel?

  • ob Mann oder Frau: zwischen 70 und 100 ml (ab dem 50. Lebensjahr halbe Menge)
  • Nach dem Aderlaß Augen vor blendendem Licht 3 Tage lang schützen. (Sonnenbrille)
  • 2 Tage vermeiden: gebratenes Fleisch, Rohkost, Käse, schwerer Wein u. ungewohnte Speisen


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